Wissenschaft schätzt Einfache Sprache

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Ich freue mich jedes Mal, wenn sich Akademiker*innen vorurteilsfrei auf das Thema Einfache Sprache einlassen. Beim gesis Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften in Mannheim war ich zwei Tage als Referent zu Gast. Wissenschaft schätzt Einfache Sprache.

Eine Aufgabe der Forschenden ist, mit einen Brief möglichst viele Menschen zur Teilnahme an einer Umfrage zu motivieren. Die Herausforderung besteht darin, mit einem Schreiben einen möglichst großen Querschnitt der Bevölkerung zu erreichen.

Einfache Sprache = moderne Kommunikation

Die Adressaten haben unterschiedliche Bildungsgrade. Das ist beim Schreiben zu berücksichtigen. Das Institut möchte mit einer verständlichen Ansprache auch Menschen zur Teilnahme motivieren, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Alles Lese-Erwartungen unter einen Hut zu bekommen, scheint fast unmöglich.

Ohne Regeln, an denen man sich orientieren kann, bleibt das Bestreben nach Verständlichkeit ein Stochern im Nebel. Die DIN-Werke DIN ISO 24495-1 und DIN 8581-1 helfen, den Nebel beim Schreiben zu lichten. Beide Normen sind im Wesentlichen fertig und müssen noch verabschiedet werden. Das ist ein aufwendiger Prozess.

Die Teilnehmenden haben in Arbeitsgruppen einen Avatar definiert, für den die Texte in Zukunft geschrieben werden.

Die zwei Workshop-Tage waren anstrengend, weil die Teilnehmenden Pionierarbeit leisteten. Es dürfte das erste wissenschaftliche Institut sein, das seine Fachsprache auf den Prüfstand gestellt hat. Ich danke für das herausragende Engagement.

Wissenschaft muss mit Einfacher Sprache verständlich werden

Gerne möchte ich meinen Workshop wissenschaftlichen Einrichtungen anbieten. Ergebnisse aus der Forschung der Öffentlichkeit verständlich zu vermitteln, ist eine Herausforderung. Die DIN-Regeln stehen für eine moderne Kommunikation.


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