Verständlichkeit ist oberstes Gebot - nicht die Erfindung von Kofferwörtern.

Gesetzestexte nur noch in Einfacher Sprache!

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Über den Autor: Uwe Roth ist Journalist und führender Experte in der Einfachen Sprache. Er arbeitet in den DIN-Gremien zur Leichten und Einfachen Sprache mit. Er gehört zu den Gründer*innen des DACH-Forums Einfache Sprache.

Ein Fachgremium beschwert sich über ein Gesetz, weil es wegen der schweren Sprache niemand versteht. Das ist neu. Expertinnen und Experten geben zu, einen Fachtext nicht zu verstehen. Und sie sind sauer.

Konkret geht es um den Entwurf zum neuen Gebäudemodernisierungsgesetz. Prominenter Kritiker ist der Normenkontrollrat. Der findet den Text „in weiten Teilen kaum verständlich“ (Bericht der Tagesschau). Es fällt zwar nicht der Begriff Einfache Sprache, aber sie wäre beim Verfassen des Text-Entwurfs sicher hilfreich gewesen.

Ich bin überzeugt, wir hätten eine sehr viel bessere Gesetzgebung, wären die Texte verständlich geschrieben. Einfache Sprache hat eine Norm, die DIN 8581-1. Sie sollte aber auch beim Schreiben von Gesetzen zur Norm werden. Das würde dem Staat eine Menge Geld ersparen.

Fangen wir bei der Benennung eines Gesetzes an: warum nicht „Gesetz zur Modernisierung von Gebäuden“? Das ist zwar nicht Einfache Sprache pur, aber schon mal besser als das Original.

Lasst uns Einfache Sprache als Standard in der Gesetzgebung und in der Politik überhaupt fordern. Einfache Sprache ist eine ehrliche Sprache. In meinen Workshops zeige ich das.

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Siehe auch DIN SPEC 66336 empfiehlt Einfache Sprache

Siehe auch Warum ChatGPT und Gemini Einfache Sprache-Regeln kennen sollten


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