Selbst-Bestimmungs-Initiative

Mitglieder des Vereins Selbst-Bestimmungs-Initiative Rems-Murr

Es gibt den Verein Selbst-Bestimmungs-Initiative Rems-Murr seit Dezember 2013. Alle sagen nur die Abkürzung S.B.I.

Vorsitzender vom Verein ist Mirko Reithebuch. Auf dem Foto ist er der zweite Mann von rechts.

Im Verein sind alle an einem Tisch.

Im Verein sind alle an einem Tisch. Illustration Susanne Hasel

Ein Verein ist eine Gruppe von Menschen. Die wollen alle das Gleiche machen. Im Verein geht das viel besser als alleine.

Journalist Uwe Roth hat dort ein Ehren-Amt. Er arbeitet freiwillig für den Verein. Er bekommt dafür kein Geld. Er verdient sein Geld als Texter für die Einfache Sprache, und er schreibt für Zeitungen.

Initiative zur Gründung des Vereins

Menschen mit Lern-Schwierigkeiten haben den Verein gegründet. Viele wohnen und arbeiten in der Diakonie Stetten. Das ist in der Nähe von Stuttgart.

Einen Verein zu machen, das war ihre eigene Idee. Sie treffen sich einmal im Monat zu einer Sitzung. Hier das Aufnahme-Formular, um S.B.I.-Mitglied zu werden.

S.B.I.-Vereins-Sitzung

Einmal im Monat treffen sich die Mitglieder des Vereins S.B.I. zu einer Sitzung. Foto: Uwe Roth

Mit dem Verein wollen die Mitglieder auf ihre Rechte aufmerksam machen. Die Mitglieder kennen die UN-Behinderten-Rechts-Konvention. Das ist ein schwieriges Wort. Hier wird in Einfacher Sprache gesagt, was das bedeutet: UN-Behinderten-Rechts-Konvention.

Die Mitglieder des Vereins wollen selbst sagen, wo sie wohnen möchten – ob in einem Heim oder in einer eigenen Wohnung.

Sie verlangen mehr Informationen in Einfacher Sprache. Das bedeutet für Menschen mit Lese-Problemen Barriere-Freiheit und Inklusion.

Uwe Roth und seine Partnerin, Susanne Hasel, arbeiten bei S.B.I. mit. Susanne Hasel begleitet seit 25 Jahren Menschen mit Lern-Schwierigkeiten.

Satzung in Einfacher Sprache

Beide haben geholfen, eine Vereins-Satzung zu schreiben. Eine Satzung ist notwendig, um einen Verein zu gründen. Die Abkürzung für eingetragener Verein ist e.V. Wer die Satzung lesen will, kann hier klicken.

S.B.I. ist als gemein-nütziger Verein anerkannt. Das bedeutet: Es ist einfacher, Geld zu bekommen von Leuten, die den Verein gut finden. Das Geld nennt man Spenden.

S.B.I. braucht Geld, zum Beispiel

  • für eine Broschüre, um den Verein bekannt zu machen

    Geld

    Illustration Susanne Hasel

  • um neue Mitglieder zu bekommen
  • um eine Internet-Seite zu bezahlen
  • um Menschen in anderen Einrichtungen zu besuchen.

Das Finanz-Amt und das Amts-Gericht müssen ihr Okay zu einer Vereins-Satzung geben.

Nur mit dem Ja vom Finanz-Amt und Amts-Gericht kann S.B.I. gemein-nützig sein und Spenden-Gelder bekommen. Es war für den Verein sehr schwierig, das Ja zu bekommen. Viele Gesetze müssen beachtet werden. Die haben vor allem mit Steuern zu tun.

Die Vereins-Satzung ist von Uwe Roth in Einfacher Sprache geschrieben worden. Susanne Hasel hat dazu Zeichnungen gemacht. So ist der Text der Vereins-Satzung von den Mitgliedern des Vereins noch einfacher zu verstehen.

Gesetze

Illustration Susanne Hasel

Das Finanz-Amt und das Amts-Gericht haben eine Vereins-Satzung in Einfacher Sprache und mit Zeichnungen aber noch nie gesehen.

Das war für sie neu. Sie hatten dafür kein Verständnis und sagten zuerst nein. Sie wollten die Satzung unbedingt von S.B.I. in schwerer Sprache bekommen.

Mirco Reithebuch, Susanne Hasel und Uwe Roth mussten erklären, warum die Satzung nicht in schwerer Sprache sein darf.

Sie mussten erklären, warum es wichtig ist, dass Menschen mit Lern-Schwierigkeiten die Satzung verstehen können.

Finanz-Amt und Amts-Gericht haben doch noch ja zur Satzung gesagt.

Illustration Susanne Hasel
Illustration Susanne Hasel

Die Selbst-Bestimmungs-Initiative Rems-Murr (S.B.I.) ist also als gemein-nütziger Verein anerkannt. Die Organisation Inclusion Europe  hat über S.B.I. berichtet. Der Bericht ist aber auf Englisch geschrieben. Wer will, kann ihn ihn hier nachlesen.

Einige Begriffe in der Satzung von S.B.I. mussten jedoch in schwerer Sprache geschrieben werden.

Ein Bespiel ist dieser Satz, der in schwerer Sprache bleiben musste:

Zweck des Vereins ist die Förderung mild-tätiger Zwecke im Sinne des § 53 Abgaben-Ordnung.

S.B.I. Vereinsmitglieder. Gründe Mirco Reithebuch (zweiter von rechts). Foto: Uwe Roth
S.B.I. Vereinsmitglieder. Gründe Mirco Reithebuch (zweiter von rechts). Foto: Uwe Roth

Auszug aus der Satzung

Die Vereins-Mitglieder sagen anderen, die Rat brauchen,

  • was die Selbst-Bestimmungs-Rechte für Menschen mit Behinderungen sind,
  • zum Beispiel wo und mit wem sie wohnen möchten.
  • Die Vereins-Mitglieder unterstützen diese Menschen, damit diese anderen ihre Rechte sagen können.
  • Vereins-Mitglieder helfen, damit Menschen mit Behinderungen ihre Rechte auch bekommen.
  • Die Vereins-Mitglieder setzen sich für Gesetze ein, die für Menschen mit Behinderungen gerecht und gut sind.Beispiele sind:
  • Die Einführung der Leichten Sprache in der Verwaltungs-Arbeit und in deren Formulare.
  • Der Verein arbeitet dafür, Selbst-Bestimmungs-Rechte in der Politik und in der Bevölkerung bekannt zu machen zum Beispiel mit öffentlichen Veranstaltungen und in persönlichen Gesprächen.Um die Ziele des Vereins bekannt zu machen, verteilt der Verein Broschüren, Flyer und Ähnliches. Die werden von den Vereins-Mitgliedern selbst hergestellt. Außerdem nutzt der Verein Facebock und andere Soziale Medien.

Das Motto von S.B.I.

 

Banner "Wir wollen selbst entscheiden"
Illustration Susanne Hasel

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