Regeln

Im Prinzip ist es nicht schwer,
für Menschen mit Lese-Problemen zu  schreiben

Ein paar grundlegende Regeln für die Leichte und Einfache Sprache

  • Es müssen kurze Sätze sein.
  • Es gilt der klassische Aufbau eines Haupt-Satzes: Subjekt – Verb – Objekt.
  • Es wird nur eine Zeitform verwendet – hauptsächlich die Gegenwarts-Form (das Präsens).
  • Jeder Satz darf nur eine Aussage haben.
  • Nur ein Neben-Satz ist erlaubt.
  • Nebensächliches muss raus.
  • Ironie ist schwere Sprache und wird nicht verstanden.
  • Schwierige Worte muss man vermeiden – besonders Fremd-Wörter und Fach-Begriffe.
  • Statt-dessen werden schwierige Begriffe umschrieben.
  • Außerdem müssen die Buch-Staben groß sein,
  • lange Worte sind durch Binde-Striche leichter lesbar,
  • die Abstände zwischen den Zeilen müssen groß sein,
  • die Zeilen dürfen nicht zu lang sein.

So werden Texte barriere-frei. Doch wer es gewohnt ist, immer in schwerer Sprache zu schreiben, dem fällt es nicht leicht, sich ohne Übung von der schweren auf die Leichte oder Einfache Sprache umzustellen. Der gute Wille alleine reicht nicht, wie ich immer wieder merke (Beispiele aus eigener Arbeit).

Autor: Roth Uwe

Uwe Roth ist Zeitungsjournalist und Texter in Einfacher Sprache. Er schreibt für Menschen, die Probleme mit der deutschen Sprache haben. Uwe Roth hat Sozialwissenschaften studiert, in Brüssel als Korrespondent gearbeitet und war zehn Jahre Redakteur in einem großen Medienhaus in Stuttgart.

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