Personenkreis

Menschen mit Behinderung setzen sich gegen Rassismus ein. Foto: Lebenshilfe Hof

Zum Personenkreis, der Informationen in Leichter und Einfacher Sprache benötigt, gehören nicht nur Menschen mit Lern-Schwierigkeiten/geistiger Behinderung. Auch folgende Gruppen haben Probleme mit der schweren Sprache:

  • alte Menschen (Demenz),
  • Menschen mit Migrations-Hintergrund,
  • Flüchtlinge, die gerade Deutsch lernen,
  • Menschen mit einer Hör-Behinderung,
  • psychisch erkrankte Menschen
  • oder sonstige Betroffene, die Verständnis-Probleme beim Lesen haben.

Die schwindende Lese-Kompetenz wird zum gesellschaftlichen Problem.
In der Literatur heißt es, 40 Prozent der Bevölkerung haben Schwierigkeiten beim Lesen. Tendenz steigend.

Vier Prozent der Bevölkerung gelten als An-Alpha-Beten. Andere Quellen sprechen von 7,5 Millionen Analphabeten in Deutschland.

Eine Studie der Universität Hamburg aus dem Jahr 2011 besagt, dass 1,5 Millionen 18- bis 29-Jährige mangelnde Lese- und Schreibkenntnisse haben.

Sie gelten als funktionale Analphabeten, weil sie wie ein Erst- oder Zweitklässler einzelne Wörter und Sätze lesen und schreiben können – mehr aber auch nicht.

In einer Fachtagung der Diözese Rottenburg-Stuttgart wurde festgestellt:

„Mangelnde Lesekompetenz Erwachsener gefährdet Demokratie.“

Die Diözese erklärt dazu:

„Eine neue Studie bescheinigt jedem sechsten Erwachsenen in Deutschland Lesekompetenz auf Grundschulniveau. Wo nicht mehr sinnerfassend gelesen wird, sind Menschen immer weniger fähig, mit einer begründeten eigenen Meinung am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Sie werden abhängiger von Deutungen anderer.“

Folgerichtig (das schlussfolgere ich):

Leichte und Einfache Sprache gewinnen an Bedeutung, da die Lese-Kompetenz in der Bevölkerung allgemein rückläufig ist.