Leichte oder Einfache Sprache?

Was ist die Leichte Sprache?

Leichte Sprache: Sie ist so geschrieben, dass sie dem Lese-Verständnis 1. und 2. Grundschul-Klasse entspricht.

Leichte Sprache unterliegt einem genauen Regel-Werk. Mit Leichter Sprache lässt sich nur sehr wenig sagen. 

Meine wichtigsten Regeln findet man hier.

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Regeln

Im Prinzip ist es nicht schwer,
für Menschen mit Lese-Problemen zu  schreiben

Ein paar grundlegende Regeln für die Leichte und Einfache Sprache

  • Es müssen kurze Sätze sein.
  • Es gilt der klassische Aufbau eines Haupt-Satzes: Subjekt – Verb – Objekt.
  • Es wird nur eine Zeitform verwendet – hauptsächlich die Gegenwarts-Form (das Präsens).
  • Jeder Satz darf nur eine Aussage haben.
  • Nur ein Neben-Satz ist erlaubt.
  • Nebensächliches muss raus.
  • Ironie ist schwere Sprache und wird nicht verstanden.
  • Schwierige Worte muss man vermeiden – besonders Fremd-Wörter und Fach-Begriffe.
  • Statt-dessen werden schwierige Begriffe umschrieben.
  • Außerdem müssen die Buch-Staben groß sein,
  • lange Worte sind durch Binde-Striche leichter lesbar,
  • die Abstände zwischen den Zeilen müssen groß sein,
  • die Zeilen dürfen nicht zu lang sein.

So werden Texte barriere-frei. Doch wer es gewohnt ist, immer in schwerer Sprache zu schreiben, dem fällt es nicht leicht, sich ohne Übung von der schweren auf die Leichte oder Einfache Sprache umzustellen. Der gute Wille alleine reicht nicht, wie ich immer wieder merke (Beispiele aus eigener Arbeit).

Kommunikation in Unternehmen

Auch in Unternehmen erschwert schwere Sprache die Kommunikation. Die Aushänge am Schwarzen Brett, das Intranet und die Mitarbeiter-Zeitung sind geprägt von Fach-Sprache.

  • Die Personal-Abteilung,
  • der Sicherheits-Beauftragte,
  • die ITler,
  • der Betriebs-Arzt,
  • die Unternehmens-Leitung usw. –

alle haben ihren besonderen Wort-Schatz.

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UN-Konvention

Informations-Freiheit nach der
UN-Behinderten-Rechts-Konvention

(nicht in Einfacher Sprache)

Der Anspruch auf Zugang zu verständlichen Informationen wird in der deutschen Gesetzgebung von der UN-Behinderten-Rechts-Konvention (UN-BRK) abgeleitet.

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Gesetzliche Vorschriften

(nicht in Einfacher Sprache)

In den Gesetzes-Texten und Erläuterungen zum Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz (BGG) bzw. Bundes-Teilhabe-Gesetz (BTHG) wird an einigen Stellen die Leichte Sprache erwähnt und als Teil der Barriere-Freiheit (Inklusion) für Menschen mit Lern-Schwierigkeiten betrachtet. Es wird jedoch an keiner Stelle definiert, was genau die Leichte Sprache ist. Einmal heißt es „die sogenannte Leichte Sprache“.

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Behinderten-Gleichstellungsgesetz

Das Bundes-Kabinett hat im Januar 2016 den Gesetz-Entwurf zur Weiter-Entwicklung des Behinderten-Gleichstellungs-Rechts (abgekürzt: BGG) beschlossen. Das künftige BGG wird weit-reichende Vorschriften bzgl. der Leichten/Einfachen Sprache enthalten. Diese werden allerdings nur für Bundes-Behörden gelten. Gerne unterstütze ich Sie bei der Umsetzung der Vorschriften.

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Bundes-Teilhabe-Gesetz

Ich habe den Entwurf zum Bundes-Teilhabe-Gesetz gelesen. Das war im April 2016. Ich habe im Text die Stellen gesucht, in denen die Leichte oder Einfache Sprache steht. Als Texter für die Einfache Sprache helfe ich, die Regeln dieses Gesetzes zu erfüllen.

Das habe ich gefunden:

„Bundes-Teilhabe-Gesetz“ weiterlesen